Buschka entdeckt Deutschland

Archive for April, 2008

NÜRNBERG Teil 5

Erschienen im April 2008

NürnbergBuschka beschenkt den Christkindlesmarkt mit seinem kunstvollen Flötenspiel, und musikbegeisterte Damen singen ihm zum Dank “Kommet Ihr Hirten”. Dann läßt er sich Original Nürnberger Elisen-Lebkuchen schmecken. Doch leider hat er bald darauf ein schmerzhaftes Drücken am Zahn, und ruft in der Menschenmenge beherzt nach einem Zahnarzt. Am Ochsenportal an der Fleischbrücke (der ältesten Brücke Nürnbergs aus dem Jahre 1598/99) übersetzt ein junger Lateinbegeisterter Buschka die Inschrift „Omnia habent ortus suaque in crementa sed ecce quem cernis nunquam bos fuit hic Vitulus“ („Alle Dinge haben einen Anfang und ein Wachstum, aber siehe: Niemals ist der Ochse, den du hier siehst, ein Kalb gewesen“).

Dann ist Buschka fies, und nutzt die Musikalität eines jungen Flötenspielers schamlos aus, indem er sich “Luftflöte spielend” neben ihn stellt. Mit einer Gruppe Junger Nürnberger will das lockere Gespräch vor der Kamera dann einfach nicht gelingen, und prompt verfällt Buschka angesichts einer wilden Müllhalde (Ansammlung Gelber Säcke voller Müll!) vor einem Schuhrückgabecontainer in einen sentimentalen “Müll-Singsang”. Eine Frau auf einem Werbeplakat bringt ihn dann vollends zur Verzweiflung. Wieder sind es die Befreier von einst, die die Krise meistern: ein amerikanisches Pärchen zeigt Buschka spontan, wie wahre Liebe und Zufriedenheit aussieht! Doch der philosophierende Reporter stellt im Dunkel der Nürnberger Nacht die Frage nach verpaßten Momenten des Lebens und Momenten, die im Strudel der Ewigkeit untergehen können. Dann trifft er überraschend alte vierbeinige Freunde mitsamt einer Horde schnapshungriger “Herrchen und Frauchen”. Buschka wird Zeuge eines neu etablierten Rituals, bei dem u.a. Birnenbrand und leckerer Stollen verteilt werden. Irgendwie schleppt sich das Team dann noch zum Auto. Feierabend!


NÜRNBERG Teil 5
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NÜRNBERG Teil 4

Erschienen im April 2008

NürnbergVor der Hauptbühne des Christkindlesmarkt singt Buschka einem kleinen Mädchen ein Weihnachtslied, und wenige Minuten später trifft er auf “Knut, den Eishund”. Dann ist wieder der knallharte Reporter gefragt: zwischen Millionen von Schaulustigen kämpft sich Buschka bis zum Original Nürnberger Christkind (TM) durch, und verhandelt mit dessen Manager, daß es in die Kamera schauend “Buschka entdeckt Deutschland” sagen darf. Sensationell! Es folgen malerische Bilder aus dem historischen Stadtkern, die zum Träumen einladen, und eine zünftige Vesper mit Würsten (allerdings haben wir später erfahren, daß die Zweier-Variante, die wir vor der Kamera essen, nicht der Tradition der echten 3 kleinen Würste “Nürnberger im Weckle” entspricht).

Etwas außerhalb der buskasischen Tradition fahren Jan und Jörg dann mit dem Bus zum ehemaligen “Reichsparteitagsgelände”, das ganz am anderen Ende der Stadt liegt. Von der Haltestelle “Dokumentationszentrum” aus erkundet Buschka den absurden Schauer übriggebliebener NS-Architektur. Beginnend mit dem größten erhaltenen nationalsozialistischen Monumentalbau in Deutschland, der Kongreßhalle. Buschka spaziert durch den Außengang des visuell erdrückenden Gebäudes, das sich architektonisch am Kolosseum in Rom orientiert, und muß zwangsläufig an Hitlers Arbeitszimmer denken, in dem sich jeder Furz wie ein Gewitter angehört haben muß. Er ist dem größenwahnsinnigen Österreicher ganz dicht auf den geschichtlichen Fersen, entdeckt sogar “Spuren seines Führer-Autos”. Buschkas Ziel ist jedoch die “Steintribüne” genannte Zeppelintribüne, von der aus Hitler von 1933 bis 1938 die “wichtigsten” seiner extatischen Reden auf das Volk heruntergebrüllt hatte. Der Weg über den im Winter trockenen, zum Teil aber dennoch mit großen Wasserfurchen durchsetzten Dutzendteich ist für das Team nicht zu schaffen.

Die Sonne geht unter - Buschka hat ein echtes Zeitproblem! Doch er findet an der “Großen Straße” schließlich einen Autofahrer, der ihn zur Zeppelintribüne fährt. Dort angekommen, versucht Buschka, sich den Wahnsinn der NS-Veranstaltungen vorzustellen. Er rekapituliert die “Show-Veranstaltung” von 1934, in der Hitler und der Nachfolger des geputschten SA-Führers Ernst Röhm, Viktor Lutze, demonstrativ Geschlossenheit gezeigt hatten, und zeigt durch ein absurdes “Exempel”, wieviel allein der Ort selbst zur Wirkung des Gesagten beigetragen haben muß - unabhängig vom Inhalt der Worte…


NÜRNBERG Teil 4
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NÜRNBERG Teil 3

Erschienen im April 2008

NürnbergBuschka taucht ein in die faszinierende Welt des Schmuckdesigns und der Goldschmiede. Er erfährt etwas über traditionelle Techniken und Beschaffenheit der Metalle, walzt sogar selbst Silber, und darf mit einem Hämmerchen ein Stückchen davon kunstvoll “zurechtklopfen”. Das Goldschiede-Pärchen weiht Buschka nicht nur in die Kunst des Schmuckhandwerks ein, sondern weiß auch Anekdoten über Nürnberg, Interessantes über lukullische Spezialitäten, und Insiderfakten über die Beziehung zu den Fürthern. Die Beiden erzählen auch vom ehemaligen “Reichsparteitagsgelände”, auf dem sich jetzt ein Dokumentationszentrum befindet. Buschka spricht mit ihnen über den Größenwahn der Nazis, die in Nürnberg ein Stadion für 400.000 Besucher bauen wollten. Die Goldschmiedin weiß darüberhinaus von der Zeit nach den Nürnberger Bombennächten zu erzählen, als ihre Mutter unter riesigen Planen Berge von Leichen entdeckt hatte. Auf dem Weg zum Nürnberger Christkindlesmarkt posiert Buschka mit dem Hut einer echten Postkutschenfahrerin, und schlendert danach über den Platz, den zur Weihnachtszeit jährlich über 2 Millionen Besucher betreten. Nostalgie, die Buschka liebevoll-skurill an Latex-Fetischisten erinnert, bietet dort ein Stand mit “Zwetschgenfrauen” und “-männern”.


NÜRNBERG Teil 3
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