Buschka entdeckt Deutschland

Archive for Dezember, 2008

LIMBURG Teil 5

Erschienen im Dezember 2008

Buschka trifft einen relaxten Coca-Cola-Promoter, “bändigt” auf einem Hof eine wilde Katze, und spricht mit Kindern aus der Nachbarschaft. Durch seinen Einsatz tierpädagogisch erprobter Dressurtechniken gelingen seltene, sensible Nahaufnahmen - Dokumente höchster Ästhetik. Wieder unterwegs auf den Straßen von Limburg, begegnet Buschka einer Hausfrau, die von mehreren “Atombombenangriffen” auf die Stadt berichtet, und er begleitet einen Zivildienstleistenden und angehenden Geowissenschafts-Studenten beim Austragen von Werbeprospekten. Dann geht es hart her: ein Geschwisterpärchen spielt Elfmeterschießen. Der Junge ballert in einem Wahnsinnstempo auf das imaginäre Tor seiner mutigen Schwester ein - die ihm den Sieg aber nicht widerstandslos überläßt! Auf dem Weg zum idyllischen Lahnufer läßt Buschka dann in einer spontanen Performance nochmal den erfolgreichen Wahlkampf von Barack Obama Revue passieren.

WIR WÜNSCHEN ALLEN ZUSCHAUERN EIN GLÜCKLICHES UND ERFOLGREICHES JAHR 2009!

icon for podpress  Podcast Video: Download


LIMBURG Teil 4

Erschienen im Dezember 2008

Der Laufhaus-Betreiber aus Diez führt Buschka durch ein Haus, das er gewerblich und privat renoviert. Buschka beklagt dabei sein eigenes Defizit an handwerklichen Fähigkeiten, hält wegen freigelegter Balken aus dem 18. Jahrhundert eine kurze bilinguale Ansprache an die Stammzuschauer aus New York City, und denkt beim Betrachten eines Werbeaufstellers für den Mittagstisch und in einem ehemaligen Schweinestall an die meist erbärmlichen Lebensumstände der Schlachttiere bei Massentierhaltung. Es geht wieder zurück Richtung Limburg. Buschka und Jan als “Embedded Reporter” dabei - während der Interview-Partner in einer wilden Aktion fast ein wenig an unseren lieben Web-Kollegen Rob Vegas erinnert: er rasiert sich beim Autofahren! (Rob - herzliche Weihnachtsgrüße nach Köln/Oerlinghausen an dieser Stelle!) Das Gespräch während der landschaftlich imposanten Rückfahrt dreht sich um Integration und Ressentiments gegenüber Migrantengruppen, das Temperament osteuropäischer Frauen, die JVA in Diez, die Verwendung von Staatsgeldern, und um die 300-Mio.€-Überweisung der Kfw-Bank. Im parkenden Auto geht das Gespräch weiter. Es geht wieder um´s Eingemachte: wie “sauber” ist das Laufhaus wirklich, und inwieweit würde der Betreiber für andere “Clubs” im Umkreis die Hand in´s Feuer legen? Buschka spricht mit dem “Herr der Türen” über dessen Vergangenheit, über Waffen, und über “interessante berufliche Veränderungen” und überraschende neue Einsatzmöglichkeiten von Beamten - aber auch über seinen “sentimentalen Nerv”. Weshalb verkaufen die sogen. “Mädchen” ihren Körper? Wie stark ist die Bindung an eine Einrichtung wie dieses Laufhaus? Kann man wirklich “einfach so” wieder gehen? Der Betreiber spricht am Ende gar von seiner Mithilfe bei der Wiedereingliederung in andere Arbeitsfelder, und nennt als eines seiner Prinzipien “Liebe und Güte”… Wieviele Prostituierte arbeiten eigentlich seiner Einschätzung nach in Deutschland, und wie sind die hygienischen Bedingungen?

ALLEN ZUSCHAUERN WÜNSCHEN WIR EIN FROHES UND BESINNLICHES WEIHNACHTSFEST!

icon for podpress  Podcast Video: Download


Witzisch waschen - Night Wash!

Erschienen im Dezember 2008

Et war am Wochenende zum zweiten Mal Comedy-Waschsalon
im schönen Walhalla-Theater in Wiesbaden angesagt :
NIGHT WASH ON TOUR!

Heino Trusheim, der schon im Oktober als Comedian mit dabei
gewesen war, und zum Schluß mit einem Scherz über rauchende
Schuhe an einer Bushaltestelle zynische Akzente gesetzt hatte,
moderierte mit einer Mischung aus einstudierten Gags über voll-
gepackte Teller am AIDA-Clubschiff-Buffett, das Singlesein, Live-
Sex-Nummern auf der Reeperbahn, seine Prostata-Untersuchung,
und sarkastisch-liebevollem Publikums- Smalltalk. Letzterer na-
türlich immer schön mit Zuckerbrot und Peitsche. So fiel er einer
sehr extrovertierten Dame aus der ersten Reihe nach einem kur-
zen, netten Verbal-Austausch mit ihr dem Publikum zugewandt
in den Rücken: “Sie redet immer noch!”, und verarschte ein Pär-
chen, indem er nach dessen freudigem “Lagebericht”, schon
10 Jahre zusammen zu sein, zwei Gläser Sekt kommen ließ, die
er dann aber zusammen mit Comedy-Kollegen Matthias Jung
leerte. Unter seinen StandUp-Einlagen war z.B. eine fiktive Situ-
ationsbeschreibung, wie er sich mit seiner (fast-) Glatze im Zug
zwischen einer Horde Skinheads frisurentechnisch zwar fast “wohl-
gefühlt” habe - dann aber unbemerkt “so schnell wie noch nie”
seinen Döner habe aufessen und auf eine Nachfrage hin behaupten
müssen, das Weiße an seinen Mundwinkeln sei “Deutscher Frisch-
käse”.

Johannes Flöck erzählte von den Problemen ab 40, vom schmerz-
haften Besuch bei einer Kosmetikerin, von der potentiellen
“Terrorwirkung” Ätherischer Öle, vom Erwischtwerden beim Ona-
nieren, und von einem Besuch auf einem Hip-Hop-Konzert mit sei-
nem kleinen Neffen, bei dem er am Ende mit einer selbstimprovi-
sierten Sprechgesangs-Einlage dem gesamten Publikum auf die
Nerven geht.

Matthias Jung - über den ich 2003 einen TV-Beitrag für den SWR
realisiert habe, um den Running Gag wieder einzubringen - berich-
tete noch immer von seiner “Mission” als Bürger des kleinen Huns-
rück-Dörfleins Hüffelsheim, z.B. in Verbindung mit einem von der
Überschaubarkeit des Ortes angenervten Navis. Von dieser Basis
ausgehend, erkundet Matthias Jung die Welt. Er entdeckt Spannen-
des im Bioladen, pinkelt am mit einem kleinen Plastiktor veredelten
Pissoir “Flanken” und “Doppelpässe” zu seinen Nachbarn rüber, oder
kauft sich anstelle einer teuren Klobenutzung zu 2 Euro lieber gleich
eine neue Hose bei Kik, die noch billiger ist. Er erzählte außerdem
von seinem erfolglosestem Auftritt vor nur einem Pärchen, von dem
er danach erfuhr, daß es nur zugeschaut habe, weil er ihr Auto ein-
geparkt hatte, und berichtete von seiner Erfahrung mit Kontaktan-
zeigen, und wie ihn seine Mutter beim Speeddating begleitete.

Gewohnt kindhaft nölend und albern - aber zugleich mit schlauen
Texten - Gitarre spielend und Geschichten zum besten gebend, leg-
te sich Night-Wash-Altstar der ersten Stunde, Moses W., in Wiesba-
den ins Zeug. Darunter gleich drei Varianten des “Wir sind Helden”-
Songs “Nur ein O”. Storymaßig gab´s vor allem Phantasien über
Naßrasierer der Superlative - von der Geschichte des “Kampfes zwi-
schen Gilette und Wilkinson” über eklige Gleitstreifen und batteriebe-
triebene Turbo-Naßrasierer bis hin zum “Gilette-Cinquecento-500-
Klingen-Rasierer”-Monster der Zukunft.

Die derbsten Sprüche des Abends legte eindeutig der Südhesse und
frischgekürte Träger des Bremer Comedypreises, Michael Eller, auf
den “Tisch”. Nichts blieb verschont - vom schwulen Visagisten Svenny
über nervige, shoppende Jugendliche, Zahncreme-Sorten, Damenbinden,
Kettcar- und Bonanzarad-Fahren contra Playstation, und die Gossen-
Sprache in Offenbach, bis zum SaniFair-Klo, das den erleichterten
Autofahrer beim Wasserlassen mit Werbe-Angeboten für KAGO-Kachel-
öfen versorgt.

Fazit: Viele Kracher und gute Unterhaltung für einen fairen Eintrittspreis!
Seit Knacki Deusers´ NIGHT WASH traurigerweise vom WDR-Schirm ver-
schwunden ist (zu Comedy Central, den ich nicht empfange), vermisse ich
das Format sehr. Es ist seit dem Jahr 2000 DAS Newcomer-Comedy-
Format, und die Möglichkeit, eine solche Mischung aus alten Hasen und (durch eine strenge Vorauswahl gekommenen) Neuen Talenten nun live on
Tour sehen zu können, ist großartig!

Hier gibt´s konkrete Infos, wann die wechselnde Comedy-Truppe auch in
Ihrer Stadt gastiert!

Bericht: Jörg Buschka
Fotos: Silke Bartsch



LIMBURG Teil 3

Erschienen im Dezember 2008

Gleich zu Beginn trifft Buschka derart unfreundlich-desinteressierte Passanten, daß es eine Freude ist. Dann, in einer Seitenstraße, spricht aus ihm wieder die untrügsame Intuition: “Kuck ma - das könnte auch Polen sein!”. Kurz darauf führt das Schicksal Buschka tatsächlich in ein deutsch-polnisch geführtes Haus, in dem Männer gegen Bares körperliche Liebe erstehen können. Der Ausnahmereporter mit der etwas ungepflegt wirkenden Langhaarfrisur erkundet zusammen mit dem Hausherrn das sogenannte “Laufhaus”, und erfährt dabei allerlei Subjektives aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Eine der ihre Dienste feilbietenden Damen ist sogar zu einem kurzen Interview bereit, und der Betreiber der Lustörtlichkeit plaudert über seine Einschätzung von bei ihm unbeliebten “Kunden”. Und die Reportage kommt noch weiter in Fahrt - Buschka und Jan steigen quasi als “Embedded Reporter” in den Wagen des Mannes ein, und begleiten ihn bei einer Stippvisite eines aktuellen Renovierungsprojekts in einen nahegelegenen Ort. Ganz nebenbei werden Themen wie Bandenkriminalität, Prostitution, und Zuhälterei gestriffen - zu denen Buschkas Interviewpartner eine ganz eigene Einstellung hat.

LIMBURG Teil 3 from Buschka entdeckt Deutschland on Vimeo.

icon for podpress  Podcast Video: Download


Buschka entdeckt Afrika!

Erschienen im Dezember 2008

Als ich im Rahmen meines Studiums meine ersten Filmprojekte realisierte, gab es da einen Lehrbeauftragten Roland, der mich wegen der geringsten Kleinigkeiten zusammengsch… hat. Kabel falsch zusammengelegt, blöde Frage gestellt (da würde ich heutzutage ja ständig eins drüber kriegen ;)) - zack! Aber Roland hat der Welt auch Gutes getan… …er arbeitete u.a. als Projektmanager für den Künstler und Roncalli-Mitgründer André Heller, für dessen Projekte er Studenten rekrutierte. Hellers Projekte sind manchmal erstaunlich “greifbar” und geradezu “praktisch” angelegt wie der begehbare WM-Fußball 2006, aber sie sind oft auch Ausflüge in die Fantasie und die Urbereiche des menschlichen Erlebens. 2005 feierte in Frankfurt am Main das faszinierende Zirkus- und Musikprojekt “Afrika! Afrika!” Premiere - und genau dort habe ich mir letztes Wochenende die Hallenversion in der Festhalle angeschaut.

Eines ist vorweg zu sagen: die positiven Kritiken überschlagen sich nicht ohne Grund! Auf der Hallentour gibt es in Deutschland nun letztmalig die Chance, eine so noch nie dagewesene Mischung aus musicalartig arrangierter afrikanischer Musik und den besten Artisten des Schwarzen Kontinents live zu erleben.
Unter der Leitung von William Ramsay und mit dem gesanglichen Charme und der Power der Solosängerin Ntombifuthi Pamella Mhlongo präsentieren ausschließlich afrikanische Musiker ein großes Programm energiegeladender Stücke - kraftvoll, herzlich und authentisch, und gleichzeitig als Show auf die Bühne abgestimmt.
Die über zweistündige Show mit 150 Künstlern aus allen Teilen Afrikas besticht durch ein Feuerwerk an Lebensfreude und erlesenen Darbietungen, die nicht nur locker mit internationalen Zirkusproduktionen “mithalten” können, sondern dabei eben auch reichlich exotische Komponenten beinhalten, und teilweise weltweit einzigartige Highlights sind.
Die feste, an ein afrikanisches Steppendorf erinnernde Bühnendeko aus Bambus, Bast und traditionellen grafischen Zeichendekors, gemischt mit unzähligen nummernspezifischen, blitzschnell ausgetauschten Elementen bis hin zu wie Palmen fungierenden Stangen und einem amerikanischen Basketballfeld, korrespondiert perfekt mit den fast minütlich wechselnden, üppig ausgestatteten Tanzgruppen, von denen mir selbstredend die verführerisch popowackelnden Ladies mit ihren urtümlichen Tänzen in Erinnerung bleiben werden - hübsche Gazellen, die beim Popo-Präsentieren energisch und blitzschnell abwechselnden Fußes auf den Boden “stampften”.

Die Künstler kommen z.T. aus afrikanischen und internationalen Zirkusschulen, wurden aber auch “von der Straße weg” und nach Castings in Afrika von Hellers Talentscouts engagiert.

Leider klebte das Frankfurter Publikum weitestgehend auf seinen Plätzen, was der tollen Show keinen Abbruch tat. Schade nur, wo es doch - wie mir eine Vertreterin des Veranstalters mitteilte - z.B. in Luxemburg die Menschen fast ausschließlich von den Stühlen gerissen hat. Über der wie eine große Hütte arrangierten Hauptbühne, um die herum sich die meisten der Musiker befanden, gab es auf drei Monitoren jeweils passende Grafiken und Animationen zu sehen.
Eine der beeindruckendsten Nummern waren für mich die Menschenpyramiden aus Gabun und Tansania.
Die Gabuner-Pyramiden “stürzten” schließlich aufeinander-zu-fallend regelrecht ineinander zusammen - was nicht nur mir einen gehörigen Schrecken versetzte.

Neben der besagten klassischen Jonglage-Nummer wurden auch Keulen und sogar ganze Tische (nur von Füßen bewegt) jongliert.

Und obwohl die in dieser Show dargebotene Contorsion die beste ist, die ich bis dato erleben durfte, mußte ich ein paar mal wegschauen. Frau Buthelezi aus Südafrika schaffte es tatsächlich, sich wie ein Korkenzieher auch noch seitlich zu verdrehen, daß es einem Angst und Bange wurde. Wie mir der Veranstalter mitteilte, haben die Kollegen von “Planetopia” mit ihr Aufnahmen im CT durchgeführt, die belegen sollen, daß die Künstlerin bisher noch keine bleibenden Schäden davonträgt.

Und wieder Menschenpyramiden. Toll anzuschauen, wie aus einem herrlichen “Gewusel” auf den Punkt gebrachte, exakte Positionen entstanden.

Die “Stangenmenschen” aus Tansania und Südafrika kletterten blitzschnell - teils sogar zur Musik rhythmisch choreografiert - metallene “Palmen” hoch und herunter, sprangen in schwindelnder Höhe kopfüber von Stange zu Stange, und boten dazu noch einen beeindruckenden Formationstanz.

Neben den Basketball-spielenden Einradfahrern durfte vor allem die richtig gute Breakdance-Nummer nicht fehlen! Denn: was wären die Tanzszene der Bronx und die unzähligen Hip-Hop-Formationen in Musikvideos ohne die afrikanischen Einwanderer? Was wäre Michael Jackson in den 80ern ohne seine Vorbilder von der Straße gewesen?

Die Zeltvariante habe ich leider nicht kennengelernt - und so ist mir als einziger Wermutstropfen in der Hallenversion aufgefallen, daß (zumindest in der Frankfurter Festhalle) die hintersten Plätze so weit weg von der Bühne platziert waren, daß z.B. die Jonglage-Nummer mit Bällen wohl nicht mit bloßem Auge erlebbar gewesen sein wird. Die Monitore lieferten leider keine Übertragung der Show - was den entfernter sitzenden Zuschauern bei einigen Einlagen zugute gekommen wäre. Die meisten Darbietungen setzten aber auf Ensembles, die auch von Weitem gut sichtbar gewesen sein dürften. Darunter auch die als Gesamtarrangement am besten erlebbare Stepp-Darbietung aus Südafrika, die eindrucksvoll auf den Kreislauf der “Blutdiamanten” aufmerksam machte: Zwei in edle Smokings gekleidete Lords führen dabei eine Gruppe Tänzer an, die wie Arbeiter aus einer Diamantenmine gekleidet sind.

Meine Lieblingsnummer war eindeutig die “Wasserexzentrik” und Topfjonglage von John Kwaku Amamoo. Er jonglierte zunächst auf einem aufgespannten Regenschirm eine kleine runde Wanne, und spie dann Wasser in die Luft, das - durch den Aufprall im Gefäß und durch die Drehung rasch verteilt - wieder über ihm herunterregnete. Doch damit nicht genug: gemütlich auf dem Boden sitzend, reichte ihm seine bezaubernde Assistentin Yaa Stéphanie Oppong Wanne um Wanne, die er an kleinen Stangen an seinen Schuhen, aus seinem Mund, in den Händen etc. ständig in freischwebender Drehbewegung hielt. Die mir vorliegenden Fotos zeigen sieben dieser Wannen in gleichzeitiger Bewegung, aber ich bilde mir ein, daß er es sogar auf 10 Stück (!) gebracht hat! Wahnsinn!

Natürlich kann ich hier nur einen kleinen Ausschnitt der vielen Darbietungen wiedergeben.
Grandios dann auch das Finale, bei dem nochmal alle Teilnehmer zusammen auf der Bühne fahnenschwingend tanzten und “herumwirbelten”. Einige strömten sogar ins Publikum - in dem Moment verschwand selbst der Frankfurter “Stock im Arsch”, die Zuschauer standen auf, und drängten vor die Bühne! Wie muß die Show also erst sein, wenn das die ganze Veranstaltung über passiert?

Wow! Was für ein Abend! Mir persönlich hätte die Musik bloß noch etwas urtümlicher arrangiert werden können (was den Kostümen und dem Design auf ganzer Breite gelang). In Passagen mit original belassenen Traditionals fühlte ich mich tatsächlich in eine andere Welt versetzt - doch dann klang vieles doch wieder sehr am europäischen Geschmack orientiert - bis hin zu Interpretationen bekannter Stücke mit leicht afrikanischem Einschlag. Die kraftvolle Musik, exzellente Artistik von sichtlich lebenslustigen Menschen, und mitreißende Tanznummern - und immer wieder dieses herrliche, ansteckende “Stampfen” - haben mir tatsächlich für ein paar Stunden das geschenkt, was der Veranstalter am Schluß den Zuschauern per Monitor wünscht: ein fröhliches Herz!

Die sensationelle Hallentour ist noch bis zum 8. März in Deutschland unterwegs.
Infos gibt´s auf der Offiziellen Website

Bericht: Jörg Buschka
Fotos: Katrin Kaufmann, Sabina Sarnitz



LIMBURG Teil 2

Erschienen im Dezember 2008

Es fängt schon gut an - Buschka ist nach zu vielen gescheiterten Gesprächs-Versuchen mit den Limburgern reichlich demotiviert. In einem Wohnviertel bei Diez versucht er abermals sein Glück. Wird es an diesem Dreh-Sonntag wieder mal möglich sein, Einblicke in das Echte Leben zu gewinnen? Buschka spricht u.a. eine Dame auf dem Balkon eines Freudenhauses an, hilft beim Plakatieren von Werbeflächen, und kommt schließlich mit zwei älteren Damen ins Gespräch. Sie warten auf den Bus zu einem Seniorennachmittag, um ihrer Einsamkeit für ein paar Stunden zu entfliehen. Mit Buschka sprechen sie über das Leben ohne Partner, über unerfüllte Reisewünsche und Essen auf Rädern.

LIMBURG Teil 2 from Buschka entdeckt Deutschland on Vimeo.

icon for podpress  Podcast Video: Download