KAISERSLAUTERN Teil 7
Alle Weltoffenheit hat auch mal ein Ende: gerade auf einer Feier kommunikativ-revolutionär wirkender Jugendlicher blitzt Buschka gnadenlos ab! Kurz danach sind es dann ausgerechnet zwei potentiell “junge zornige Männer”, arabischstämmige Mitbürger, die ohne Vorbehalte und sehr sympathisch auf unseren vom Tage geschundenen Gonzo-Redakteur reagieren. Und Buschka kommt mit zwei Anfangvierzigern ins Gespräch, die darüber sprechen, wie sie es gewöhnt sind, mit Alkohol ihre Probleme zu “bewältigen”. Sie erzählen von ihren Wünschen nach einem ganz normalen Leben mit Familie. Damit verabschiedet sich Buschka wieder aus Kaiserslautern, und macht sich auf den Weg, Menschen und ihre Geschichten in einer anderen Stadt kennenzulernen.
…Vorschau-Video folgt…


Buschka entdeckt an der Uni einen surrealen Raum, der ihn durch immanente Energiekontraktionen auf die weiteren Ereignisse des Abends vorbereitet. Probleme mit dem Kameralicht gefährden die weitere Arbeit des Teams in einer Art “Buschka Witch Project” mitten im stockdunklen Wald, und eine unendlich lang wirkende Treppe führt hinauf zu einer Gruppe weltberühmter Deutscher Helden. Ihnen begegnet Buschka dann nochmal auf einem Verkehrskreisel, und spielt danach mit Betonfiguren aus einer Phantasiewelt vor dem Polizeipräsidium Fußball. Und die Kaiserslauterner Jugend packt aus: so sehen sie sich gegenseitig auf dem knallharten Parkett der Partnerwahl. Eine Gruppe junger Mädels erzählt vom Schlußmachen und vom Traum von einem Leben in Luxus. Ein reicher Anwalt oder Fußballer soll es am besten sein.
Ein Mann aus Sri Lanka zeigt allen Kaiserslauterern, daß er Deutschland-Fan ist, und singt obendrein noch etwas auf Singalese/Tamil. Buschka spricht mit einem Streetworker über menschliche Hemmschwellen, und mit Jugendlichen über PeepShows und ihre Besucher. Eine Gruppe verfrühter Partypeople erweckt den Eindruck, daß in K´lautern außer in den Clubs Samstagabends nichts los ist, und hält sich in Sachen Insider-Geschichten bedeckt. Buschka zieht weiter in die Marienkirche, wo er mit einem ganz normalen “Arbeitstag” für den Pfarrer, den Sakristan und seine Helfer rechnet. Doch es gab just an diesem Nachmittag einen Sterbefall, den auch die Kirchenmitarbeiter noch nicht fassen können. Der Verstorbene war als Lektor und Kommunionhelfer der Pfarrei für sie ein guter Freund und langjähriger Kollege. Der Pfarrer und der Sakristan erzählen Buschka von ihm, und wie unsinnig und klein ihnen der plötzliche Verlust andere vermeintliche große Alltagsprobleme erscheinen läßt. Der Sakristan berichtet von der allgemeinen schwierigen Situation der Kirchen, und erzählt mit einem Augenzwinkern eine Anekdote aus der gemeinsamen Jugendzeit mit dem Verstorbenen.
Jörg Buschkowski und seine Freunde singen “Ein Vogel wollte Hochzeit machen”, Passanten sprechen mit Buschka über ihre Weihnachtseinkäufe, und wieder mal lockt der “Hot Button”, um Ratefüchse in der Innenstadt mit 10.000 Euro zu beschenken. Doch es kommt noch viel besser: ein Straßenmusiker erzählt Buschka, daß in Deutschland wieder Rosige Zeiten anbrechen, und die Beiden geben daraufhin ein spontanes Impro-Konzert vor einem Schaufenster.
Buschka erwischt ein Pärchen beim Knutschen auf dem Balkon! Welche Komplimente haben die beiden Schmuser spontan für sich parat, und was sagen sie über die Nachbarschaft zu den Spätaussiedlern? Ganz in der Nähe eines weiteren Sphärentors zum Paradies, nur bewacht von einer Tüte Süßigkeiten, findet Buschka dann einen weiteren dankbaren Gesprächspartner. Der rüstige 70jährige Getränkehändler spricht über Hartz IV, über die Methoden der Konkurrenz, seine Einschätzung der regionalen Marktsituation, und wie seiner Meinung nach aktuelle Formen des Kapitalismus “Vernichtung” nach sich ziehen. Er ist sich sicher: “Die Türken kommen!”, und berichtet von seinen Erlebnissen mit Spätaussiedlern und Afrikanern in Kaiserslautern. Buschka weiß hier deutlicher denn je: wir müssen wieder neu unsere Vorurteile offen aussprechen, endlich miteinander reden und leben lernen.
Gleich ein Kracher am Anfang: Die Sendung-in-der-Sendung, “Prognosen 2015″, zeigt, wie das Leben in Deutschland zukünftig sein wird! Dann besucht Buschka einen Betrieb, der Hydraulik-Schläuche wieder fit macht, und darf gleich selber mit anpacken. Vor einem Hochhaus spricht er mit Spätaussiedlern aus Kasachstan, die über ihr Leben und das Gefühl berichten, nicht willkommen zu sein. Buschka macht daraufhin den spontanen “Feldversuch”, und prüft die deutschen Nachbarn auf ihre Integrations-Freudigkeit.
Die Schallmauer ist durchbrochen… …Spreu trennt sich vom Weizen… …es ist soweit: die 20. Episode liegt schon auf dem virtuellen Teller! Guten Appetit!![Validate my RSS feed [Valid RSS]](http://www.buschka-entdeckt.de/valid-rss.png)