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	<title>Kommentare zu: Day of the German Togetherness</title>
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	<description>Geschichten des Lebens - gleich vor Deiner Haustür! Jörg Buschka ist zu Fuß und ohne Drehplan jeweils einen Tag lang in einer deutschen Stadt unterwegs. Er taucht ein in die Lebenswirklichkeiten und den Alltag der Menschen, die er zufällig trifft. Momentaufnahmen zwischen Superlativen und Normalität. So entsteht Deutschlands erste unabhängige Stegreif-Reportage. Jede Woche eine neue Folge</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 22:38:47 +0000</pubDate>
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		<title>Von: joerg</title>
		<link>http://www.buschka-entdeckt.de/blog/day-of-the-german-togetherness/comment-page-1/#comment-65</link>
		<dc:creator>joerg</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Oct 2006 21:09:44 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, das mit dem schiefen Angeglotzt-werden kommt hier in Wiesbaden besonders zur "Perfektion"... ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das mit dem schiefen Angeglotzt-werden kommt hier in Wiesbaden besonders zur &#8220;Perfektion&#8221;&#8230; ;)</p>
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		<title>Von: Chilly-the-Hit</title>
		<link>http://www.buschka-entdeckt.de/blog/day-of-the-german-togetherness/comment-page-1/#comment-64</link>
		<dc:creator>Chilly-the-Hit</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Oct 2006 21:04:43 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin zwar erst geboren worden, da war Deutschland schon wieder eins, bzw hat es noch gut ein Jahr gedauert bis die Wiedervereinigung gefeiert wurde, oder so. Und heute hätte mans feiern sollen, aber wie? Morgens beim Duschen die Nationalhymne pfeifen? Oder Lieber wie in anderen Ländern mit Picknick oder Festschmaus und dann kann man den Tag mit Feuerwerk, ähnlich wie an Silvester, ausklingen lassen. Doch "Feiertag" in dem das wort Party auf deutsch drin steckt, ja Party war heute irgendwie nicht. Ich denke Deutschland macht es einem im Moment sehr leicht schlecht über dieses Land zu reden, doch wen meinen wir, wenn wir Deutschland sagen? Die Kanzlerin, die Politiker?! Natürlich muss sich einiges Verändern, das merke sogar ich mit meinen 17 Jahren. Zu wenig Arbeit zu wenig lachende Menschen. Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch, doch traue ich mich nicht mehr  zu grinsen, nur weil ich freude am leben habe, weil man dann noch schiefer angeschaut wird, wirklich schade. Ein kritisches Thema an einem eigentlich so schönen Tag.
Gruß Chilly</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin zwar erst geboren worden, da war Deutschland schon wieder eins, bzw hat es noch gut ein Jahr gedauert bis die Wiedervereinigung gefeiert wurde, oder so. Und heute hätte mans feiern sollen, aber wie? Morgens beim Duschen die Nationalhymne pfeifen? Oder Lieber wie in anderen Ländern mit Picknick oder Festschmaus und dann kann man den Tag mit Feuerwerk, ähnlich wie an Silvester, ausklingen lassen. Doch &#8220;Feiertag&#8221; in dem das wort Party auf deutsch drin steckt, ja Party war heute irgendwie nicht. Ich denke Deutschland macht es einem im Moment sehr leicht schlecht über dieses Land zu reden, doch wen meinen wir, wenn wir Deutschland sagen? Die Kanzlerin, die Politiker?! Natürlich muss sich einiges Verändern, das merke sogar ich mit meinen 17 Jahren. Zu wenig Arbeit zu wenig lachende Menschen. Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch, doch traue ich mich nicht mehr  zu grinsen, nur weil ich freude am leben habe, weil man dann noch schiefer angeschaut wird, wirklich schade. Ein kritisches Thema an einem eigentlich so schönen Tag.<br />
Gruß Chilly</p>
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		<title>Von: Joachim C. Otto</title>
		<link>http://www.buschka-entdeckt.de/blog/day-of-the-german-togetherness/comment-page-1/#comment-62</link>
		<dc:creator>Joachim C. Otto</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Oct 2006 19:12:04 +0000</pubDate>
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		<description>hmm... der faule Rest ist natürlich ein Problem. Zuerst mal kurz jubeln: Ich finds auch super, dass man jetzt so einfach ohne Kontrolle nach "Thüringen", "Sachsen" und "Mecklenburg" fahren kann - Gebiete, die mir als Kind nur in Erzählungen von uralten Leuten begegnet sind und ferner und exotischer schienen als Südamerika. Und erst die Türme an den Grenzanlagen... Da können wir uns richtig freuen, dass die weg sind.
Was Du als faulen Rest bezeichnest, ist für Dich klar (wahrscheinlich die Punkte unter B). Aber das sehen viele Menschen - wenn auch nur in Nuancen - anders, alle unterschiedlich. Und warum? Ich denke, es ist, weil die gemeinsame Vison hier bei uns fehlt. Es gibt kaum mehr größere soziale Gruppen mit gemeinsamen Visionen. In den 70er Jahren war es einfach: Da träumte die SPD von Beton und Asphalt, siehe die schönen architektonischen Beispiele von Hessischen "Mittelpunktschulen" und Gesamtschulen, schönen Stadtautobahnen mit ganz viel Kleeblättern (Reste davon sind gut in Baunatal erkennbar) und vom sozialen Fortschritt; die CDU träumte von zünftigen Schützenfesten mit "Glaube, Sitte, Heimat" (zumindest war das im Sauerland so), beide träumten von Atomkraftwerken, die aufkeimenden Grünen träumten von der gesunden Umwelt mit 
Flüssen, in denen man baden kann und Luft zum Atmen und sanfter Energie aus Sonne und Wind und Gleichberechtigung und Frieden und so. Und in der DDR gab es - was den Städtebau betraf - die gleichen Beton-Träume wie die der SPD, und die Bevölkerung hat davon geträumt, mal nach Paris oder Westdeutschland reisen zu können und durfte nicht.
Und heute? Wovon träumen wir heute? 
Mit der Luft und den Flüssen können wir an den meisten Stellen leben, weil sie im Großen und Ganzen recht sauber sind, die Ewiggestrigen träumen noch von der Atomkraft, weil sie Freunde bei der Elektroindustrie haben, aber nicht, weil sie's so toll finden, der Beton und der Asphalt hat seinen Glanz verloren und wird nicht mehr so richtig gemocht, aber benutzt weil es ihn gibt. Man träumt von Konsumgütern, und die Linkspartei und Andere träumen von "Weg mit Hartz 4", wobei Hartz 4 für verschiedene Gruppen einen ganz unterschiedlichen Klang hat: 16-25jährige finden Hartz4 manchmal ganz toll, weil es ohne Arbeit die eigene Bude und richtig viel Geld gibt, wer schon mal gearbeitet hat, findet es grauenvoll, weil es so wenig Geld ist und man keine größeren, wertvollen Güter behalten darf.
Ich kann jetzt hier heute Abend nicht so einfach eine neue, große Vision bieten, die uns in die Zukunft führt, aber ich arbeite daran. Also, Ihr dürft gespannt sein.
Herzliche Grüße von Joachim</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hmm&#8230; der faule Rest ist natürlich ein Problem. Zuerst mal kurz jubeln: Ich finds auch super, dass man jetzt so einfach ohne Kontrolle nach &#8220;Thüringen&#8221;, &#8220;Sachsen&#8221; und &#8220;Mecklenburg&#8221; fahren kann - Gebiete, die mir als Kind nur in Erzählungen von uralten Leuten begegnet sind und ferner und exotischer schienen als Südamerika. Und erst die Türme an den Grenzanlagen&#8230; Da können wir uns richtig freuen, dass die weg sind.<br />
Was Du als faulen Rest bezeichnest, ist für Dich klar (wahrscheinlich die Punkte unter B). Aber das sehen viele Menschen - wenn auch nur in Nuancen - anders, alle unterschiedlich. Und warum? Ich denke, es ist, weil die gemeinsame Vison hier bei uns fehlt. Es gibt kaum mehr größere soziale Gruppen mit gemeinsamen Visionen. In den 70er Jahren war es einfach: Da träumte die SPD von Beton und Asphalt, siehe die schönen architektonischen Beispiele von Hessischen &#8220;Mittelpunktschulen&#8221; und Gesamtschulen, schönen Stadtautobahnen mit ganz viel Kleeblättern (Reste davon sind gut in Baunatal erkennbar) und vom sozialen Fortschritt; die CDU träumte von zünftigen Schützenfesten mit &#8220;Glaube, Sitte, Heimat&#8221; (zumindest war das im Sauerland so), beide träumten von Atomkraftwerken, die aufkeimenden Grünen träumten von der gesunden Umwelt mit<br />
Flüssen, in denen man baden kann und Luft zum Atmen und sanfter Energie aus Sonne und Wind und Gleichberechtigung und Frieden und so. Und in der DDR gab es - was den Städtebau betraf - die gleichen Beton-Träume wie die der SPD, und die Bevölkerung hat davon geträumt, mal nach Paris oder Westdeutschland reisen zu können und durfte nicht.<br />
Und heute? Wovon träumen wir heute?<br />
Mit der Luft und den Flüssen können wir an den meisten Stellen leben, weil sie im Großen und Ganzen recht sauber sind, die Ewiggestrigen träumen noch von der Atomkraft, weil sie Freunde bei der Elektroindustrie haben, aber nicht, weil sie&#8217;s so toll finden, der Beton und der Asphalt hat seinen Glanz verloren und wird nicht mehr so richtig gemocht, aber benutzt weil es ihn gibt. Man träumt von Konsumgütern, und die Linkspartei und Andere träumen von &#8220;Weg mit Hartz 4&#8243;, wobei Hartz 4 für verschiedene Gruppen einen ganz unterschiedlichen Klang hat: 16-25jährige finden Hartz4 manchmal ganz toll, weil es ohne Arbeit die eigene Bude und richtig viel Geld gibt, wer schon mal gearbeitet hat, findet es grauenvoll, weil es so wenig Geld ist und man keine größeren, wertvollen Güter behalten darf.<br />
Ich kann jetzt hier heute Abend nicht so einfach eine neue, große Vision bieten, die uns in die Zukunft führt, aber ich arbeite daran. Also, Ihr dürft gespannt sein.<br />
Herzliche Grüße von Joachim</p>
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